Roche: Konzerngewinn um mehr als ein Drittel gesteigert

Umsatzwachstum und Synergieeffekte aus der Komplettübernahme von Genentech sorgen für kräftiges Wachstum.
Der Pharmakonzern Roche hat den Konzerngewinn im ersten Halbjahr des laufenden Jahres um mehr als ein Drittel gesteigert. Gründe waren geringere Integrationskosten für die Tochter Genentech und Zuwächse bei den wichtigsten Medikamenten. Unter dem Strich sei der Überschuss um 37 Prozent auf 5,565 Milliarden Schweizer Franken (4,125 Mrd Euro) gewachsen. Konzernchef Severin Schwan zeigte sich zufrieden und bekräftigte in einem zunehmend anspruchsvolleren Marktumfeld den Ausblick.
Für die Roche-Gruppe und die nach Umsatz mit deutlichem Abstand vor dem Diagnostik-Geschäft liegende Pharmasparte erwartet Schwan 2010 ein währungsbereinigtes Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Bereich. Dies gilt ohne die Verkäufe des Grippemittels Tamiflu. Für Diagnostics wird ein deutlich über dem Markt liegendes Plus angepeilt. "Wir sind damit weiterhin auf Kurs, unsere Ziele für 2010 zu erreichen", sagte Schwan.
In den USA, Westeuropa und Japan verbuchte Roche im Pharmageschäft in Franken Umsatzrückgänge, während das internationale Geschäft prozentual zweistellig anzog. Die viel beachtete Betriebsgewinnmarge verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 41,3 Prozent. Die Zunahme basiere vor allem auf einem guten Umsatzwachstum sowie Kostenersparnissen wie etwa Synergieeffekte aus der Komplettübernahme von Genentech. Der freie Geldfluss aus operativer Tätigkeit verharrte bei 6,4 Milliarden Franken. Roche will die Rückzahlung der zur Übernahme aufgenommenen 48,2 Milliarden Franken beschleunigen. Ende 2010 soll ein Drittel der Schulden zurückgezahlt sein.
Quelle: FinanzNachrichten.de

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